CDU Frankfurt-Ost

Lebendiges Seckbach

Wie ein Verein ein Mandat für Seckbach beansprucht

Seckbach braucht ehrliche Debatte – nicht den Alleinvertretungsanspruch einzelner Gruppen

In Seckbach wird derzeit intensiv über die Zukunft unseres Ortskerns diskutiert. Das begrüßen wir ausdrücklich. Bürgerengagement ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Unterschiedliche Ideen, Visionen und Konzepte gehören dazu.

Doch eines muss klar sein:
Der Verein „Lebendiges Seckbach – Förderverein e.V.“ ist ein eingetragener Verein – nicht mehr und nicht weniger. Er spricht nicht für ganz Seckbach. Er hat kein demokratisches Mandat, für alle Bürgerinnen und Bürger zu sprechen.

Wer steht hinter der Initiative?

„Lebendiges Seckbach“ ist ein gemeinnütziger Verein. Einzelne führende Akteure sind zugleich parteipolitisch aktiv. Das ist legitim – Transparenz darüber ist jedoch wichtig für eine faire Debatte.

Wenn politische Forderungen formuliert werden, sollte für alle erkennbar sein, aus welchem politischen Umfeld sie stammen. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, ob hinter verkehrspolitischen Konzepten rein zivilgesellschaftliche oder auch parteipolitische Motive stehen.

Was wird gefordert?

Die Initiative setzt sich unter anderem ein für:

  • deutliche Reduzierung des Durchgangsverkehrs

  • Umgestaltung der Wilhelmshöher Straße

  • verkehrsberuhigte Zonen oder Einspurigkeit

  • mehr Grünflächen und Aufenthaltsräume

Diese Ziele klingen zunächst positiv. Doch entscheidend ist nicht das Schlagwort – sondern die konkrete Umsetzung und deren Folgen.

Welche Auswirkungen hätten diese Konzepte?

Eine starke Reduzierung des Verkehrs im Ortskern bedeutet zwangsläufig:

  • Verkehrsverlagerung in Nebenstraßen

  • mögliche Belastung angrenzender Wohngebiete

  • Einschränkungen für Gewerbetreibende

  • Herausforderungen für Lieferverkehr und Handwerksbetriebe

  • längere Wegezeiten für Pendlerinnen und Pendler

Wer Verkehr „herausnimmt“, muss ehrlich sagen, wohin er verlagert wird.
Wer Einbahnstraßen fordert, muss beantworten, wie Rettungswege, Busverkehr und Alltagsmobilität funktionieren.

Eine nachhaltige Verkehrsplanung braucht belastbare Gutachten – keine wohlklingenden Schlagworte.

Seckbach ist vielfältig – und hat unterschiedliche Interessen

Seckbach besteht aus:

  • Familien

  • älteren Menschen

  • Gewerbetreibenden

  • Pendlern

  • Eigentümerinnen und Eigentümern

  • Mieterinnen und Mietern

Nicht alle haben die gleichen Prioritäten.
Deshalb darf keine Gruppe für sich reklamieren, „die Stimme Seckbachs“ zu sein.

Unser Ansatz: Maß und Mitte

Eine lebendige Ortsmitte entsteht nicht durch ideologische Verkehrsexperimente, sondern durch ausgewogene Planung:

  • Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger

  • funktionierende Erreichbarkeit für Anwohner

  • Unterstützung des lokalen Handels und Gastronomie

  • Vermeidung von Verkehrsverlagerung in Wohnstraßen

  • transparente Beteiligung aller Betroffenen

Wir stehen für einen lösungsorientierten Dialog – nicht für symbolpolitische Schnellschüsse.

Demokratie heißt: Streit der Argumente

Bürgerinitiativen gehören zur Demokratie.
Genauso gehört dazu, ihre Vorschläge kritisch zu hinterfragen.

Seckbach verdient eine ehrliche, faktenbasierte Diskussion –
ohne moralischen Druck, ohne Alleinvertretungsansprüche und ohne verkürzte Darstellungen.

Die Zukunft unseres Stadtteils entscheiden nicht einzelne Vereine –
sondern die Bürgerinnen und Bürger insgesamt im Rahmen demokratischer Verfahren.

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen: Diskutieren Sie mit uns beim Stammtisch oder sprechen Sie uns am Infostand an. Alle Termine finden Sie hier.